Lens flare im Val Trupchun

Vor zwei Wochen waren wir an einem paradiesischen Ort im Schweizer Nationalpark, dem Val Trupchun, dem tierreichsten Tal der Schweiz. Durch die Hitze waren die Tiere sehr weit hinten im Tal, durchs Fernrohr konnten wir jedoch eine Kolonie Hirsche, Gämsen, Steinböcke, Steinadler und sogar den Bartgeier beobachten.Davon gibt’s jedoch keine Fotos, Fernrohr und so…Da wir in einer Holzhütte übernachtet hatten, waren wir die ersten, die sich frühmorgens auf den Weg ins hintere Tal machten. Wir wurden mit Stille und atemberaubenden Ausblicken belohnt. Schaut selbst.

Schön war’s!

ab durch die Hecke an den verlassenen Strand La Gueirua

In einem Reiseführer entdeckte ich einen kleingeschriebenen Hinweis in zwei Sätzen zu einem ziemlich unbekannten Strand. War klar, dass wir uns auf die Suche danach machen wollten. Nachdem wir dank GPS das Dorf recht schnell gefunden hatten und wir spontan eingeladen wurden, die neugebauene Villa des Bauern, den wir nach dem Weg gefragt hatten, anzuschauen (!), stellten wir unser Auto auf einem Feld ab und schlugen uns durch die Büsche:

„Da ist ein Weg“, schrien die Jungs und wir machten uns voll des Mutes an den Abstieg zum Strand.

Der Weg wurde immer schmaler und wir mussten aufpassen, nicht an den Ranken der wilden Brombeeren hängen zu bleiben. Die Neugierde stieg und runter gehts sich sehr schnell…

Ha! Der erste Blick zum Meer, da wollen wir runter!

und plötzlich, nachdem wir uns an riesigen, gehörnten Bioziegen vorbeigeschleust hatten, machte der Weg eine scharfe Kurve und es eröffnete sich uns dieser Anblick:

Wir hatten das Paradies auf Erden gefunden! Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten wir einen traumhaften Tag ganz alleine an diesem wunderbaren Plätzchen. Die Jungs haben sich zwischen den Felsen in eisigkaltem, aber kristallklarem Wasser mit Taucherbrille und Schnorchel vergnügt, und wir konnten die Ruhe geniessen.

Ok, wir waren nicht GANZ alleine:

Der Aufstieg dauerte „etwas“ länger als der Abstieg, war aber jeden Schritt des Weges wert!

Strandtage

In der Region Asturias verbrachten wir den Rest unserer Urlaubstage. Das Wetter war nicht immer top und oftmals beherrschte eine Wolkendecke das Bild. Wir liessen es uns trotzdem nicht nehmen und genossen ein Bad im 17-19°C kalten Atlantik. Das Spiel von Ebbe und Flut ist an der Playa de Aguilar gewaltig. Der Strand  verringert sich von 300m Breite innerhalb von 6 Stunden zu 50m, bloss um danach wieder zu wachsen.

Die Flut kommt

Die Wolkendecke reisst auf

Glitzernde Sonnenstrahlen

Früchtchen aus dem Meer (nicht selbstgefangen, bloss selbstgegessen)

Als Vergleich, bei Ebbe kann man unter dem grossen Felsen von Bild 1 durchspazieren, ohne nasse Füsse zu bekommen.